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CVJM-Gesamtverband investiert 5,6 Millionen Euro

Ramsau: (22. Juni 2011) - Die Freude stand allen ins Gesicht geschrieben. Nach fast dreijähriger Um- und Neubauphase wurde am Freitagmittag die Einweihung des CVJM-(Christlicher Verein junger Menschen)-Gästehauses Hintersee in der Ramsau gefeiert. Begonnen wurden die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst, gehalten durch Pfarrerin Liselotte Lindner. Karl-Heinz Stengel, der Präses des CVJM-Gesamtverbandes, führte durch den offiziellen Teil der Veranstaltung.


Die Millionen richtig investiert. Über den erfolgreichen Um- und Neubau am CVJM-Hintersee freuen sich (v.l.): Hausleiter Rolf Bechtel, Regierungspräsident von Oberbayern Christoph Hillenbrand, Präses Karl-Heinz Stengel und CVJM-Geschäftsführer Matthias Ruf


Eine große Summe, insgesamt 5,6 Millionen Euro, investierte der CVJM-Gesamtverband in den Um- und Neubau des Gästehauses Hintersee. »Obwohl nun das Sparschwein des Vereins leer ist, sind wir reicher geworden«, betonte Präses Karl-Heinz Stengel und zählte die vielen Vorzüge des neuen Gästehauses auf.
Auf den Sonnenterrassen können die Besucher auf den See und die umliegende Berge schauen, ein Kletterturm steht bereit, der Essenssaal mit Panoramablick begeistert die Gäste und auch an Menschen mit Handicap wurde gedacht mit dem Bau eines behindertengerechten Fahrstuhls.
1981 kaufte der CVJM-Gesamtverband das Gästehaus Hintersee. Seitdem wurde es nach und nach modernisiert. Nahezu komplett umgebaut wurde es in den vergangenen drei Jahren. Während der Großteil des Gebäudes renoviert wurde, musste ein älterer Teil des Hauses abgerissen und neugebaut werden.
Dabei wurden moderne energetische Ansprüche berücksichtigt. Im Rahmen dieser Komplettsanierung erhielt das Gebäude auch einen behindertengerechten Fahrstuhl.
Ganz abgeschlossen sind die Umbaumaßnahmen noch nicht, erklärte Geschäftsführer Matthias Ruf. Im Herbst wird das Mitarbeiterwohnhaus energetisch saniert und ein alter Anbau abgerissen, damit eine weitere Sonnenterrasse entstehen kann.
Schatzmeister Thomas Kern rechnete vor, dass 1,1 Millionen Euro der Gesamtsumme (5,6 Millionen Euro) aus dem eigenen Sparschwein des Verbandes kamen. 2,2 Millionen Euro kamen in Form von Zuschüssen dazu. Neben der Bayerischen Landesstiftung unterstützen finanziell den Umbau auch der Bayerische Jugendring, die Stiftung Deutsche Jugendmarke und die Hermann-Krupsch-Stiftung. Insgesamt 2,3 Millionen Euro musste der Verband an Krediten aufnehmen. Noch nicht finanziert ist der neue Aufzug für die behinderten Gäste. Deshalb wurde die Aktion »Alle wollen nach oben« ins Leben gerufen, bei der Sponsoren gesucht werden.
Wie ein roter Faden zog sich das Thema des Baus durch den Gottesdienst. Die Predigt, gehalten von Dr. Roland Werner, Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes, bezog sich auf die Worte Paulus »Jesus Christus ist das Fundament«. Dabei zeigte der Generalsekretär drei Baurichtungen auf, um dem Glauben an Gott eine besondere Stabilität zu verleihen. Neben der Tiefe und der Weite erwähnte Dr. Werner das Bauen in die Höhe.
In seinem Grußwort beglückwünschte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand die Verantwortlichen zum geglückten Umbau. Nicht unerwähnt ließ er, dass die Landesstiftung den Umbau mit 500 000 Euro bezuschusste. Stellvertretend für Landrat Georg Grabner erschien Rudolf Schaupp, der die Entscheidung des CVJM-Gesamtverbandes, in das Gästehaus am Hintersee zu investieren, lobte und darin ein Zeichen der Verbundenheit sah zwischen Region und Verband. Im Anschluss an den Gottesdienst und den Grußworten schloss sich der gesellige Teil bei einem gemeinsamen Mittagsessen im großen Saal mit Panoramablick auf den Hintersee an. Interessierte konnten sich während einer Hausführung die neugestalteten Zimmer anschauen. Ein buntes Nachmittagsprogramm mit musikalischer Umrahmung, Einweihung der Kletterwand sowie einem Backvergnügen mit dem neuen Brotbackofen schlossen die Feierlichkeiten ab.

Die Redakteurin des Berchtesgadener Anzeiger berichtet über die Einweihung. Bericht

Sponsering für neuen Aufzug!
Nachdem die Aktion ALLE WOLLEN NACH OBEN angelaufen ist, sind schon über 5,48 Meter vom Aufzug für unsere behinderten Gäste finanziert. 1cm für 80 Euro mehr